
Foto:Ludwig Eble
Fröhliches Klingeln für bessere Radwege für Kinder - JETZT
Kidical Mass am 21.September 2014
Immer mehr kleine und große Radler strömten am Samstag auf die Heldenwiese.
Bei prächtigem Wetter wurden Kidical Mass-Tattoos auf Arme geklebt, Demofahnen und -schilder befestigt. Alle waren gut gelaunt und genossen die entspannte Atmosphäre der Kidical Mass. Doch die Rednerin brachte es auf den Punkt, warum die bunte Kinder-Fahrraddemo nötig ist: Im Urlaub in Münster hat sie erlebt, dass alle Rad fahren, weil es richtig viele echte Radwege gibt. Ihr Sohn schlug sogar vor, dass sie doch umziehen könnten, weil er dort auch als Kind überall mit dem Rad hinkommt. Daher die Forderung: Ein sicheres Radwegenetzt für Lauf! – Jetzt! Der Applaus verstärkte diese Vision, die unbedingt bald Realität werden muss.
Unter Polizeischutz fuhren dann 125 Demoteilnehmer los: Eltern mit Kindern im Anhänger, auf Laufrädern oder kleinen Rädern bis zum Marktplatz. Rücksichtsvoll passten sich die zahlreichen Erwachsenen, großen Kinder und Jugendlichen an das langsame Tempo an. Die Grünen Stadträtinnen Erika Vogel und Katrin Eckstein zeigten durch ihre Teilnahme, dass sie sich auch für die Forderungen der Kidical Mass einsetzen. Im großen Bogen ging es durch Lauf zum Marktplatz. Hier hatte die Demo viel Publikum. Die Kinder malten mit Straßenkreide, während Tatjana Mecklenburg, Elternbeirätin im Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium, zu den Erwachsenen sprach: Der Beschluss des Stadtrates, von Heuchling einen Schulradweg zum Schulzentrum Nord zu bauen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch die geplante Fahrradstraße in der Hardtstraße wird mehr Sicherheit für radelnde Schüler bringen. Alles Planungen – wann werden sie umgesetzt? Lauf ist von einem sicheren Radwegenetz noch sehr weit entfernt. Eine eigenständige Mobilität ist für Kinder wertvoll, für Eltern bedeutet es auch eine Entlastung, da sie nicht dauernd als Elterntaxis unterwegs sind. Doch zur Zeit fehlen in Lauf noch die sicheren Radwege und so verbieten die Eltern aus Angst ihren Kindern das Radfahren zu den Freunden, in die Schule oder zum Training. Forderung: Die schnelle Umsetzung eines sicheren Radwegenetzes.
Weiter ging es nach Lauf links und dann schließlich auf den Parkplatz Pegnitzwiesen. Hier warteten die Omas for Future mit leckeren Kuchen auf die kleinen und großen Demoteilnehmerinnen. Zum ersten Mal gab es einen Kinderfahrradparcours, der gern und ausgiebig in vielen Durchgängen genutzt wurde.
Die Veranstalter warben auch für die Teilnahme am Fahrradklimatest 2024 Hier kann man teilnehmen: https://fahrradklima-test.adfc.de/ Der ADFC-Fahrradklima-Test ist eine der größten Befragungen zum Radfahrklima weltweit und findet 2024 zum elften Mal statt. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert den ADFC-Fahrradklima-Test aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans.
Monika Hänelt
Verkehrspolitische Sprecherin ADFC Nürnberger Land
Beisitzerin im Vorstand ADFC Nürnberg








