
Foto: Markus Stipp
Keine Toten mehr – im und durch Verkehr
ADFC, VCD, Grüne Jugend, ÖDP und Bund Naturschutz haben zu dieser Rad-Demo unter dem Motto: „Wo bleibt die Vision Zero? – keine Toten mehr im und durch Verkehr!“ aufgerufen
Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich zahlreiche Radler am Marktplatz in Lauf. Auffällig war eine Totenkopf-Maske bei einigen von ihnen – entweder am Fahrradhelm hinten befestigt oder auch am Gepäckträger. ADFC, VCD, Grüne Jugend, ÖDP und Bund Naturschutz haben zu dieser Rad-Demo unter dem Motto: „Wo bleibt die Vision Zero? – keine Toten mehr im und durch Verkehr!“ aufgerufen. Diese fand am Sonntag, den 1. Oktober 2023 statt. Fußgänger und Fahrradfahrer sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Sie haben keine Knautschzone, die sie im Ernstfall schützt. Der Autofahrer steigt fast immer unverletzt aus seinem Auto bei einem Unfall mit ihnen. In Nürnberg und auch im Nürnberger Land stehen schon Ghostbikes an Stellen, an denen Radfahrer tödlich verunglückten. Zwei allein letztes Jahr in Nürnberg. Es gibt zahlreiche Ideen von Verkehrsexperten, um der Vision Zero näher zu kommen: Die geschützte Kreuzung, Abbiege-Assistenten für LKWs, ein durchgängiges Radwegenetz ohne Lücken u.a. Auch die Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ gehört dazu. Fürth, Nürnberg, Erlangen und Altdorf gehören ihr bereits an.
Georg Bogdahn gab kurz die Demo-Verhaltensregeln bekannt und Monika Hänelt stimmte alle auf die Demo-Forderung ein. Die Laufer Stadträte der Grünen Katrin Eckstein, Erika Vogel, Ahmet Eryazici und der Schwaiger Grünen Stadtrat Konstantin Gerl radelten mit. Auch der SPD-Schatzmeister Klaus Drescher war mit dabei.
Lauf war der Startpunkt des Zubringers Ost für die Hauptdemo in Nürnberg. Auf der Strecke bis zur Lorenzkirche kamen in Röthenbach, Schwaig, Mögeldorf immer mehr Radler mit Totenkopf-Maske hinten am Helm dazu. In Nürnberg steigerte sich die Zahl auf knapp 400. Es bleibt zu hoffen, dass die Entscheidungsträger sich ihrer Verantwortung für die schwächsten Verkehrsteilnehmer bewusst werden. Der Fahrradklimatest hat vor allem betont, dass die Radler sich nicht sicher fühlen. Das muss sich dringend ändern.
Monika Hänelt








