Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Nürnberger Land

Stadt Lauf ist weiterhin eine fahrradfreundliche Kommune

Der ADFC begrüßt die Re-Zertifizierung der Stadt Lauf als fahrradfreundliche Kommune, fordert aber weitere Maßnahmen für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr.

ADFK Radlergruppe Foto: Kuno Hauck © Kuno Hauck

Die Stadt Lauf muss an den drei anderen Säulen Information, Kommunikation und Service noch deutlich mehr arbeiten.


Am 13. November wurde im Laufer Rathaus in einem Kreis von 17 Fachleuten die Situation der Stadt Lauf als fahrradfreundliche Kommune besprochen. Dabei waren auch 4 ortskundige ADFC-Mitglieder aus Lauf. Besonders erfreulich war zu hören, dass der Radverkehr in Lauf in den letzten 7 Jahren von 10 auf 18 % gesteigert werden konnte. Damit wurde das angepeilte Ziel von 15% weit übertroffen. Besonders erfreulich für den ADC ist die erste Fahrradstraße im Landkreis und der Schulradweg als kombinierter Rad-Fußweg über die Heldenwiese. Zusammen mit den detektierten Lichtsignalanlagen an der Kunigundenstraße und der Simonshofer Straße wurden die Verkehrssicherheit für Schüler*innen enorm verbessert.

Andererseits beklagen aber laut Fahrradklimatest 2024 39% der Fahrradfahrer*innen, dass die Wege zu schmal sind, dass es in Lauf nur kombinierte Rad-Fußwege gibt und es daher immer wieder zu unnötigen gefährlichen Situationen kommt. Weiterhin fühlen sich 25% aller, die in Lauf mit dem Fahrrad unterwegs sind, nicht sicher.

Als aktuell größte Defizite in Lauf sieht die AGFK ebenso wie der ADFC die fehlende Ost-West-Verbindung. Das gilt sowohl für den innerstädtischen als auch für den Pendler Hersbruck-Nürnberg und die Radtouristen. Ausgeschildert ist nur ein unattraktiver Zick-Zack-Kurs. Das Gleiche gilt für die fehlende Nord-Süd-Verbindungen.

Weiterhin fehlen Verbesserungen für den Schulradverkehr bei der Bertleinschule, z.B. eine Fahrradstraße.

Die Fahrradstraße (Hardtstraße) beim Schulzentrum Nord sollte eine Verlängerung in die Erbsenbodenstraße bekommen. Wichtig, um die Sicherheit für die radelnden Schüler*innen zu erhöhen, ist die Nachrüstung eines (versenkbaren) Modalfilters. Fehlende Rotmarkierungen sollten zügig ergänzt werden: Meißenbachstraße/Simonshofer Straße und beim Bio-Markt in der Simonshofer Straße.

Nach einer Beratungsphase stellte das AGFK-Expertenteam ihre wichtigsten Empfehlungen vor: Es gibt 4 Säulen der Radverkehrsförderung: Infrastruktur, Information, Kommunikation und Service. Die erste Säule Infrastruktur hat die Stadt gut bedient. Sie muss aber an den drei anderen Säulen Information, Kommunikation und Service nach deutlich mehr arbeiten. Weiterhin steht die Aktualisierung des städtischen Radverkehrskonzept von 2017 an, sowie der Beschluss des Stadtrats den Radverkehrsanteil in den nächsten Jahren auf 20% zu steigern. Besonders wichtig ist die Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK), dass das Miteinander im Verkehr durch eine Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit gefördert wird. Der ADFC hofft im Interesse der Radler*innen, dass die Maßnahmen zügig umgesetzt werden und setzt sich z.B. beim Runden Tisch Radverkehr engagiert dafür ein.

Kuno Hauck, ADFC Lauf


https://nuernberger-land.adfc.de/neuigkeit/stadt-lauf-ist-weiterhin-eine-fahrradfreundliche-kommune-1

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