80 Radler bei der Kidical Mass: Kinder fordern sichere Radwege
Regen am Samstagvormittag, doch dann zeigte sich: Das Wetter konnte die Radlust nicht bremsen.

Rund 80 große und kleine Teilnehmer machten sich bei der heutigen Kidical Mass gemeinsam auf den Weg, um für mehr Sicherheit und bessere Bedingungen für den Radverkehr zu demonstrieren.
„Ich will auch so ein Schild!“, verkündet eine kleine Radlerin energisch. Kaum hat sie ihr eigenes Demo-Schild am Lenker, dreht sie zufrieden ihre ersten Runden über den Parkplatz auf der Heldenwiese. Ein kleiner Moment, der zeigt, wie viel Begeisterung die Aktion bei den jüngsten Teilnehmern weckt. Die 2. Bürgermeisterin Erika Vogel und die Grünen Stadträtin Tatjana Mecklenburg mischten sich unter fröhlichen Radler.
Auch eine Radlergruppe aus Schnaittach demonstrierte mit. Sie wollen Kontakte knüpfen, weil sie in ihrem Wohnort auch dringend Verbesserungsbedarf sehen und aktiv werden wollen.
Sichere Schulwege und bessere Radverbindungen
Georg Bogdahn verdeutlichte in seinem Redebeitrag: Ein zentrales Anliegen der Demonstration war die Verbesserung der Verkehrssituation – konkret am Beispiel der Eschenauer Straße. Hier fahren Autos häufig sogar schneller als die erlaubten 50 km/h. Gerade vor Schulbeginn ist das eine Herausforderung: Schulweghelfer müssen die Kinder sicher über die Straße lotsen, wobei zu schnell fahrende Autofahrer immer wieder zum Problem werden. Doch auch nach Schulschluss bleibt der Heimweg für viele Schüler gefährlich. Hier braucht es dringend eine gute und wirksame Lösung.
Darüber hinaus fordert er bessere Radverbindungen in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung. Solche durchgängigen und alltagstauglichen Verbindungen fehlen bislang und erschweren es, Wege sicher mit dem Fahrrad zurückzulegen.
Bunte Fahrraddemo mit fröhlichem Ausklang
Begleitet von der Polizei und untermalt von schwungvollen Fahrradliedern zog der bunte Demonstrationszug über den Marktplatz. Am Schloss bot das Wenzelschloss eine attraktive Kulisse für ein besonderes Fotomotiv mit den kleinen und großen Radlern.
Ziel der Tour war Lauf-West. Dort wartete ein abwechslungsreiches Programm auf die Familien: Die Kinder konnten mit Straßenkreide malen, ihre Geschicklichkeit auf dem Fahrradparcours erproben oder den Spielplatz erkunden. Für das leibliche Wohl sorgten die „Omas for Future“ mit selbst gebackenen Kuchen, die bei Groß und Klein gut ankamen.
Die Erwachsenen nutzten die Gelegenheit, den Fahrradklimatest auszufüllen. Außerdem gab es Warnwesten mit dem Aufdruck „Abstand 1,5 m“ sowie Kinder-T-Shirts mit dem Kidical-Mass-Logo zu kaufen.
Auch die druckfrischen ADFC-Winterhefte konnten mitgenommen werden.
Die Kidical Mass verband damit eine klare Botschaft mit einem fröhlichen Familienerlebnis: Kinder sollen sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad bewegen können. Dafür braucht es sichere Schulwege, mehr Rücksicht im Straßenverkehr und gute Radverbindungen im Alltag.
Veranstalter der Kidical Mass sind der ADFC Nürnberger Land, der BUND Naturschutz und die Omas for future.









